Film

Der Hobbit: Die versöhnliche Schlacht der Fünf Heere (Filmkritik)

Der Abspann des letzten Hobbit-Films läuft. Die Lichter im Kinosaal gehen wieder an. Nur 140 Minuten sind vergangen. Für Peter-Jackson-Verhältnisse ein angenehm kurzer Film. Damit ist auch der vorerst letzte Film aus Mittelerde passé. Während der erste Teil des Hobbits lediglich aus dem Aufbruch und einer langen Reise durch Neusee … ähm Mittelerde bestand, der zweite Teil überlange Bootsfahrten inszenierte und den entscheidenden Kampf mit dem Drachen in den letzten Teil der Reihe verlagerte, liefert „Der Hobbit: Die Schlacht der Fünf Heere“ das was er verspricht, nämlich eine Schlacht mit fünf Heeren. Der Regisseur Peter Jackson wirft noch einmal alles in den Ring. Dumpfe Orkmassen, filigrane Elbenkrieger und schwerbepanzerte Zwergenkämpfer gehen aufeinander los. Thorin Eichenschild, der neue Zwergenkönig im Erebor, verfällt dagegen dem Wahnsinn und weigert sich der Schlacht beizuwohnen. Doch lange kann er sich dem Kriegsgeheul nicht erwehren. Hier muss einfach jeder die Axt schwingen, das Schwert ziehen und Steine werfen. Dabei fließt kein Blut. Köpfe werden abgeschlagen, doch schmutzig macht sich dabei niemand. Warum auch? Ist doch ein Kinderbuch!

Was aber macht eigentlich der Bilbo Beutlin? Das weiß er so richtig auch nicht. Er versucht Thorins goldigen (höhö) Wahnsinn abzumildern und zwischen den Kontrahenten zu vermitteln. Von ihm stammen die humorvollen und erfrischend unpathetischen Sätze. Es wird sicherlich nicht zu viel verraten, wenn ich sage, dass die Adler bei der Lösung des Konflikts (mal wieder) eine entscheidende Rolle spielen. Sie sind die Retter in der Not, der Godmode von Peter Jackson und J.R.R. Tolkien. Daran hat man sich gewöhnt und deshalb ist es auch nicht schlimm, wenn sie die festgefahrene Schlacht für immer beenden. Was bleibt ist ein wohltuend kurzer Abschied von den zahlreichen Figuren. Bilbo kehrt ins Auenland zurück und schlägt versöhnlich eine Brücke zum “ Der Herr der Ringe“.

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