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Der Praxistest: 13 Wochen Spotify

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Anfang März veröffentlichte die Spotify Group ihre Musik-Streaming-Software in Deutschland. Seitdem können auch deutsche Nutzer mehr als 16 Millionen Songs gratis und vollkommen legal anhören. Die Musik gelangt durch eine ausgeklügelte Streaming-Technologie mehrfach verschlüsselt in das Ohr des Anwenders, dass heißt die Alben und Playlisten werden in der kostenfreien Variante nie dauerhaft auf dem Computer gespeichert. Hinzukommt das der Hörgenuss durch Werbung unterbrochen ist, natürlich nicht mitten im Song, aber zirka nach zwei Wiedergaben. Die Werbespots sind oft dieselben und bieten selbst keine Abwechslung. Das nervt nach einer Weile gewaltig. Ich habe mich daher früh für das Premium Angebot entschieden. Songs werden ohne Unterbrechung übertragen und lassen sich auf dem PC oder Mac offline abspeichern. Natürlich nur solange wie ich bereit bin monatlich 9,99 Euro zu zahlen. Für den Preis eines iTunes-Albums kann ich meine Playlisten auch auf dem Smartphone abspielen.

Ich konnte die kostenfreien Spotify-Anwendungen auf dem Mac, einem Windows Phone, einem iPhone und einem iPad testen. Sie alle machen einen durchweg positiven Eindruck. Die iPad-Anwendung kann gar als phänomenal bezeichnet werden. Hier steht weniger das Musik hören, als das Musik entdecken im Vordergrund. Es wischt sich unglaublich angenehm durch die große Songbibliothek. Größtes Manko der kleinen Programme auf dem Handy und Tablet: Sie ziehen sehr viel Strom. Der Akku wird ganz schön geschröpft, wenn das auch nicht verwundert, schließlich muss konstant eine Verbindung zum Server gehalten werden. Abhilfe schafft nur der Offline-Modus, der natürlich auch nur solange funktioniert, wie ich weiterhin bereit bin per PayPal das Monatsabo am Laufen zu halten. Wer Spotify nur auf dem Computer werbefrei und mit hoher Qualität nutzen möchte, der benötigt 4,99 Euro monatlich. Wirklich Sinn macht Spotify in Ergänzung mit den verschiedenen Sozialen Diensten. Auf Twitter und Facebook können alle Vorlieben geteilt und kommentiert werden. Auch WordPress kann dank des Plugins Spotify Embed freigegebene Playlisten, Alben und Songs bereithalten. Auf diesem Blog findet diese Funktion bereits Anwendung.

Nach einigen Wochen Praxistest zeigen sich die beschriebenen Stärken und Schwächen des Musikdienstes. Ich kann die Benutzung empfehlen. Wer das Programm nicht auf dem Handy nutzen möchte, der kann gratis Millionen von Songs auf seinem Computer anhören, wenn auch mit Werbeunterbechung. Die Preise für die kostenpflichtigen Angebote halten sich im Rahmen. Allein der Ressourcenhunger der Anwendungen und die Zwangsregistrierung über Facebook müssen kritisiert werden. Nutzt ihr bereits Spotify? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Programm? Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

Artikelbild: (c) Spotify

2 Kommentare

  1.  Hey, guter Artikel,
    aber ich habe tatsächlich am meisten PRobleme damit, dass jeder imemr sehen kann bei Facebook, was ich mir anhöre…

    Das mag bescheuert klingen, aber ich fühle mich dann irgendwann doch mal in meienr Privatsphäre eingeschränkt…

    • ericmakswitat sagt am 8. Juni 2012

      Danke für das Lob, Hendrik! Du kannst im Spotify-Programm unter „Einstellungen“ > „Aktivitäten teilen“ die Option „Musik die ich höre auf Facebook teilen“ deaktivieren. Darüber hinaus kannst du in den Anwendungseinstellungen auf Facebook die Rechte der Spotify-App einschränken, z.Bsp welchen Lesekreis die Beiträge haben sollen, die du mit Spotify postest. Hier kannst du einstellen „Nur ich“. 

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