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Der fantastische Arthur C. Clarke

Gewaltige Raumschiffe zeigen sich am Himmel. Die Overlords, wie die außerirdischen Neuankömmlinge von den Menschen genannt werden, verharren sechs lange Tage regungslos über den Städten. Danach erfolgt eine Rundfunkansprache des neuen „Verwalters der Erde“, demnach die internationale Kontrolle nun den Overloards obliegt. Angriffe bleiben wirkungslos und werden von ihnen nicht geahndet. Die neue außerirdische Herrschaft auf der Erde schafft nun das, was die Menschen nicht zu schaffen im Stande waren, Frieden und Wohlstand. Doch wie sehen die neuen Herrscher aus und was treibt sie an?

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Arthur C. Clarke (2005) / Foto von Amy Marash

Die Grundhandlung des Buchs Die letzte Generation klingt fantastisch und simpel zugleich, doch bildet sie den Grundstock für viele weitere Romane des 1917 in Minehead (England) geborenen und 2008 in seiner neuen Wahlheimat Sir Lanka verstorbenen Science-Fiction Autors Arthur C. Clarke. Sein größer Erfolg sollte dabei die Verfilmung der Kurzgeschichte The Sentinel durch Stanley Kubrick werden. Der Titel des Films 2001: Odyssee im Weltraum.

Clarke arbeitet zusammen mit Kubrick am Drehbuch und schrieb später einen ausführlichen Roman, der dann ebenfalls den Namen 2001: Odyssee im Weltraum tragen sollte. Heute ist 2001 wohl der bekannteste Science-Fiction-Film. So wurde nicht weniger als das iPad in diesem Film bereits dargestellt. Was der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung auch dazu veranlasste, nach einer Patentklage von Apple, auf genannten Film zu verweisen. Man habe die Idee und das Tabletdesign nicht von Apple gestohlen, sondern sich von dieser großartigen Zukunftsvision aus dem Jahre 1968 inspiriert gefühlt. Ah ja …

Die Geschichten von Clarke enthalten einen festen Kerngedanken. Eine übermächtige Macht durchdringt das Universum und beeinflusst die verschiedensten Geschicke. Er betrieb dabei beim Verfassen seiner Romane naturwissenschaftliche Ideengeschichte. Das bewies er zum Beispiel in seinem Werk Fahrstuhl zu den Sternen. Hier kann die Menschheit mit Hilfe einer Monofaser aus „kontinuierlichen, pseudo-eindimensionalen Diamantkristall“ gewaltige „Orbitaltürme“ vom Erdboden bis zu einer Raumstation bauen.

Den bedeutendsten Beitrag für die Science-Fiction-Literatur leiste er wohl mit den drei verfassten Clarkeschen Gesetzen, die heute ähnlich bedeutend wie die drei Robotergesetze von Isaac Asimov sind. Am bekanntest scheint dabei der Ausspruch: „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“

Der äußerst produktive Autor hinterließ uns 20 Romane, 4 Erzählungen und zahlreiche Kurzgeschichtensammlungen. Für den Anfang lässt sich das erwähnte Buch Die letzte Generation empfehlen. Denn 50 Jahre nach der Ankunft der Overlords öffnet sich eines der Raumschiffe und einer der Fremden tritt heraus …

 

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